Humor Satire alle Themen - Glossen und Possen sind hier geflossen
Monday, 02 November 2009 22:39
Eine wahre Begebenheit (leider)!
Und ob die heißersehnte Post einem abgeht - logisch, wenn sie tagelang, oder wochenlang? nicht zugestellt wird. Der Grund dieser Tragödie war nicht etwa, dass sie dank Schneekatatrophe zu Fuß über die Alpen getragen werden mußte, sondern dass einen der Briefträger mal kurzerhand für tot erklärt hatte:
Meine als Brief mit Einschreiben versendete Warenlieferung an einen Bewohner Innsbrucks landete wenige Tage später wieder bei mir - der Empfänger sei verstorben. Da war ich schon ziemlich betroffen und mir wurde bewußt, dass es Fälle geben kann, wo einen der Tod ganz plötzlich einholt. Sagen wir, es ist gar nicht mal so selten... Heute noch im Internet Waren bestellt, und morgen schon tot.... hm.
Noch ehe ich mir zu Ende überlegen konnte, wie ich die Angehörigen meines Beinah-Kunden gepaart mit der angemessenen Anteilnahme erreichen könnte, um den Geschäftsprozeß "rückabzuwickeln", meldete sich eine Stimme aus dem Jenseits mit einer gewissen Ungeduld in Anbetracht der langen Lieferzeit. War ich vorher lediglich betroffen, so ging dieser Zustand jetzt in völlige Sprachlosigkeit über. Postversand, weitergeleitet ins Universum - ein durchaus populäres Thema, seitdem es auch "Bestellungen beim Universum" zu geben scheint....
Jedenfalls, den Worten seiner e-Mail nach zu urteilen, erfreute sich der auf seine Ware wartende Besteller bester Gesundheit. Sein postalisch deklariertes Ableben (soviel zur Veranschaulichung des Begriffs "Post mortem" ) hatte er offenbar einem Namensvetter zu verdanken, der früher im Nachbarhaus wohnte und vor ein paar Monaten tatsächlich verstorben war. Voller Hoffnung schickte ich die retournierte Sendung erneut ab, natürlich mußte ich sie auch neu frankieren.... Der Tod, selbst wenn es gar keiner war, ist eben nicht umsonst.
Fünf Tage später ereilte uns dasselbe Schicksal wie beim ersten Mal: Wieder sollte diese arme Menschenseele sterben und sogleich wiederauferstehen! Und das nur, weil es unter den Postboten noch Vetreter zu geben scheint, die eine Hausnummer 87 nicht von einer Hausnummer 89 unterscheiden können. Oder sich nicht trauen, an der Tür zu klingeln, um sich zu vergewissern, ob der Empfänger tatsächlich schon tot ist..... So wird lieber postalisch kräftig Sterbehilfe geleistet... allerdings ohne darauf Brief und Siegel zu geben!
Aber auch ich bin nun um eine Erfahrung reicher geworden: Das Lied "Innsbruck, ich muß Dich lassen" hat einen phänomenalen Wahrheitsgehalt - zumindest was den Post- Versand von Waren in diese Stadt angeht!
OK, über eine alternative Adresse konnte ich dem Herrn seine Lieferung dann doch noch zukommen lassen - beim dritten Anlauf hat es endlich todsicher funtkioniert!



























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